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Facettenreiche Wein-Selection-Leserreise durch das Wein- und Feinschmeckerparadies Piemont

Reise-Gruppenbild: Habsburg, Gulasch-Sozialismus und EU

Strahlend blauer Himmel, schneebedeckte Alpengipfel, reisgrüne Felder: Als die 32-köpfige Gruppe der Heilbronner-Stimme-Leserreise die Poebene erreicht, zeigt sich das Wein- und Feinschmeckerparadies wie im Bilderbuch. Sechs Tage sollte es so bleiben. Unter dem Titel „Zauberhaftes Piemont“ steuerte Busfahrer Uwe Petau von Müller Reisen (Massenbachhausen) ein Dutzend auserlesene Adressen an. Als Reiseleiter schärften Werner Weidenmann, der ehemalige Geschäftsführer des Weinkonvent Dürrenzimmern, und die in Italien lebende Kunsthistorikerin und Sommeliere Dr. Ursula von den Driesch den Blick für die Geschenke der Natur, aber auch für die vielen kulturellen und historischen Feinheiten.

Mitten im teils süßen, teils schrillen italienischen Leben bewegten sich die Gäste in Asti mit Stützpunkt Palio, einem Vier-Sterne-Hotel in der Altstadt. Lehrreiche Städte-Abstecher führten in das von den Römern geprägte Vercelli, nach Casale Monferrato, in die Trüffel-Metropole Alba und in das von den Savoyern gestaltete Turin, wo neben Palästen, Plätzen, Parks und Pizzen das legendäre Grabtuch beeindruckte.

Im Mittelpunkt standen im 48000 Hektar umfassenden Land der sanften Rebhügel freilich der Wein und seine Begleiter. Höhepunkte bildeten die Besuche zweier Weingüter, die von Schwaben geführt werden. Sabine Ehrmann aus Memmingen, deren Familie durch den gleichnamigen Joghurt bekannt ist, tischte in ihrer Tenuta La Tenaglia prompt die an Trollinger erinnernde Regionalsorte Grignolino auf. Der in Stuttgart aufgewachsene Patron des Weinguts Incisiana, Florian Oelssner, berichtete bei einem famosen Barbera über seine spannende Karriere vom Tänzer und Heilpraktiker zum Hobby-Wengerter in Feuerbach und Gutsbesitzer im Monferrato-Gebiet. In der Qualität hat er sogar sein Vorbild Giacomo Bologna, genauer dessen Betrieb Braida, überflügelt – wovon sich die Gäste bei einer auf Schaueffekte bedachten Führung überzeugen konnten. In La Morra, dem Herzen des Barolo, zeigte die erfrischende Probe bei Gian Piero Marrone mit traumhafter Aussicht, wie man Bodenhaftung bewahrt.

Von der Unesco als Weltkulturerbe geadelt sind Landschaft und historische Kellergewölbe in und um Canelli, in dessen Weinkathedralen sich der weltweit gut vernetzte Spumante-Multi Bosca mit einer tollen Multimedia-Show ins Licht setzte. Wie in einer ambitionierten Besenwirtschaft ging es bei den Vigneti Brichet di Massasso e Figli zu. Mit der Zunge schnalzten die genussfreudigen Stimme-Leser bei Käse, Schinken und Bruschetta auch bei Kulinarik-Experten. Zusammen mit Hund Roki und Führer Marco war man bei der Trüffelsuche in La Morra erfolgreich. In der Antica Torroneria Piemontese in Grizane Cavour gab’s süße Trüffel. Nicht zuletzt nach der Fahrt über die von Bergwasser gefluteten Felder des Reisanbauers Principato die Lucedio stärkten sich alle an Risotto, Dolce – und Vino Rosso. Kilian Krauth

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2018-10-01T16:36:36+00:00